Verkehrsüberwachung nötiger als je zuvor

Der aktuell vorgelegte Verkehrssicherheitsbericht zeigt leider einmal mehr, dass Handynutzung und Aggressionen ein viel zu großes Thema sind.

Zum neuen Verkehrssicherheitsbericht ist festzustellen: Es gilt immer noch Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

Leider halten sich viele Verkehrsteilnehmer nicht an diese Grundregel: Das zeigt zum Beispiel die Ablenkung durch Handys. Wer diese nutzt, während er am Steuer eines Fahrzeugs sitzt, handelt absolut unverantwortlich und riskiert das Leben anderer Verkehrsteilnehmer. Die schlechte Nachricht ist auch, dass immer stärker Aggressionen gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern zu beobachten sind.

Der Bericht zeigt, dass die Arbeit der Verkehrsüberwachung nötiger ist als je zuvor. Ihr Verdienst ist es auch, dass das Bewusstsein zur Rücksichtnahme gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern – vor allem den schwächsten unter ihnen wie Senioren und Kindern – immer wieder in Erinnerung gerufen wird. Erfreulicherweise mit Erfolg – zumindest, was Verkehrsunfälle mit Kindern angeht. Da geht unser Dank auch an den polizeilichen Bereich der Verkehrserziehung, der eine wichtige Aufgabe für die Kleinsten in der Gesellschaft erfüllt.

Der Verkehrsbericht zeigt aber auch, dass die Aufsichtsbehörden sich nicht auf die Vernunft der Verkehrsteilnehmer verlassen können, sondern immer wieder Kontrollen ausüben und durch bundesweite Verkehrssicherheitsaktionen auf die Probleme und Gefahren hinweisen müssen.